Unser Programm

Wir sind die LUPe – Eure Personalvertretung im Betriebsrat 2 an der Universität Salzburg. Unser Ziel ist es, Eure Interessen glaubwürdig und fair zu vertreten und uns erfolgreich für die Mitarbeiter*innen einzusetzen.

Dieses Programm ist unser Fahrplan, um die Arbeits- und Lebensbedingungen an der PLUS zu verbessern. Wir fordern Transparente Einstufungen & Gehälter, setzen uns für Echte Kommunikation auf Augenhöhe ein, und verlangen Rechtssicherheit. Zudem kämpfen wir gegen Gratis-Überstunden und für die Gesundheit am Arbeitsplatz. Erfahrt in den folgenden Abschnitten, welche konkreten Maßnahmen wir ergreifen werden.

Transparente Einstufungen & Gehälter

Transparente Einstufungen & Gehälter

Schluss mit dem Rätselraten beim Gehalt! Wir fordern klare, nachvollziehbare Einstufungskriterien für alle Angestellten sowie transparente Verfahren für Einzelanträge, um Ungerechtigkeiten und Intransparenz endlich zu beenden.

Die Beseitigung von Einkommensintransparenz ist ein entscheidender Hebel zur Herstellung von organisatorischer Gerechtigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit. Klare, nachvollziehbare Einstufungskriterien verhindern willkürliche Gehaltsunterschiede und sind das effektivste Mittel gegen den Gender Pay Gap, der in Österreich mit 18,3 % (2023) im EU-Vergleich noch immer signifikant hoch ist. Gehaltstransparenz schafft Vertrauen in die Institution, reduziert die Fluktuation und stärkt die Arbeitgeberattraktivität, da sich Bewerber*innen und Angestellte fair behandelt fühlen. (Quelle: Statistik Austria)

Echte Kommunikation statt Informationsvakuum

Echte Kommunikation statt Informationsvakuum

Leitungsebenen müssen Entscheidungen klar kommunizieren und – noch wichtiger – aktiv zuhören. Wir setzen uns dafür ein, dass Mitarbeiter*innen ernst genommen werden und Informationen nicht in einer Einbahnstraße enden.

Eine funktionierende interne Kommunikation ist das Rückgrat einer stabilen Organisation und wesentlich für das Engagement der Belegschaft. Ein Informationsvakuum fördert Gerüchte, Unsicherheit und die innere Kündigung. Studien belegen, dass 63 % der wechselwilligen Mitarbeiter*innen schlechte interne Kommunikation als Hauptgrund nennen. Aktives Zuhören und ein Dialog auf Augenhöhe sind notwendig, damit sich Mitarbeiter*innen als wertgeschätzter Teil der Lösung und nicht als bloße Befehlsempfänger fühlen. (Quelle: Universität Hohenheim)

Rechtssicherheit & Zero Tolerance

Rechtssicherheit & Zero-Tolerance

Arbeitsrecht ist kein Vorschlag, sondern Gesetz. Wir fordern ein klares Bekenntnis zu arbeitsrechtlichen Bestimmungen und eine Null-Toleranz-Politik bei Verletzungen, sei es bei Kündigungen oder Überstunden.

Die strikte Einhaltung arbeitsrechtlicher Normen ist die Basis professioneller Universitätsführung. Verstöße gegen rechtliche Bestimmungen zerstören das Vertrauen der Belegschaft gegenüber der Arbeitgeberin. Eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rechtsbrüchen schützt die Universität vor Rufschäden und gibt den Beschäftigten die notwendige psychologische Sicherheit, um angstfrei arbeiten zu können. (Quelle: AK Leistungsbilanz 2023)

Gesundheit am Arbeitsplatz

Gesundheit am Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz darf kein Gesundheitsrisiko sein!

Wir verlangen eine systematische Evaluierung psychischer und physischer Belastungen sowie konkrete Maßnahmen seitens der Uni, um diese Risiken dauerhaft zu beseitigen.

Gesundheit ist das wertvollste Gut der Mitarbeiter*innen und ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Laut Statistik Austria fühlen sich 60 % der Erwerbstätigen in Österreich mindestens einem psychischen Gesundheitsrisiko ausgesetzt – häufig wegen starkem Zeitdruck (38,3 %). Solche Belastungen führen zu Krankenständen und psychische Erkrankungen kosten die österreichische Volkswirtschaft jährlich ca. 4 % des BIP. Eine systematische Evaluierung psychischer Belastungen ist gesetzlich verpflichtend, wird aber oft vernachlässigt oder zieht keine Folgen nach sich. Konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Stressfaktoren senken Krankenstände, verhindern Burnout und sichern die langfristige Leistungsfähigkeit der Universität. (Quelle: OECD Bericht)

Schluss mit Gratis-Überstunden

Schluss mit Gratis-Überstunden

Mehrarbeit muss klar von Überstunden abgegrenzt und fair abgegolten werden. Wir fordern eine professionelle Zeiterfassung und das Ende der Kultur, in der unbezahlte Mehrleistung erwartet wird.

Unbezahlte Mehrarbeit ist ökonomischer Lohnraub und ein massives Gesundheitsrisiko. Allein in Österreich wurden zuletzt 42,3 Millionen Mehr- und Überstunden nicht abgegolten, was einem Wert von 2,3 Milliarden Euro entspricht. Eine professionelle Zeiterfassung schützt vor Ausbeutung und macht die tatsächliche Arbeitslast sichtbar. Nur wenn jede geleistete Stunde auch dokumentiert wird, kann Personalmangel objektiv nachgewiesen werden. (Quelle: AK Wien)

Stopp der Arbeitsverdichtung

Stopp der Arbeitsverdichtung

Personalmangel darf nicht zum Dauerzustand werden. Wenn Personal fehlt, muss Arbeit liegen bleiben dürfen. Wir wehren uns gegen die Umwandlung von Angestellten in "Ich-AGs", die alles alleine stemmen müssen.

Personalmangel führt zu Überlastung. Laut Eurostat-Auswertung aus 2022 waren in Österreich 5,4 % aller Arbeitsplätze unbesetzt – der höchste Wert in der EU. Fehlen ständig Kolleg*innen, müssen andere dauerhaft deren Arbeit mitübernehmen. Gegen Arbeitsverdichtung hilft nur, ausreichend Personal einzustellen oder Aufgaben zu reduzieren. Bleibt Arbeit auch einmal liegen, werden Beschäftigte nicht als „Ich-AGs" ausgebrannt. Ein gesundes Arbeitspensum schützt vor Burnout und erhält die Qualität der Arbeit. (Quelle: Eurostat)

Work-Life-Balance & Zeitkultur

Work-Life-Balance & Zeitkultur

Wir brauchen eine klare Abgrenzung von Freizeit und Arbeitszeit. Mitarbeiter*innen müssen abends fit genug sein, um ihre Freizeit zu genießen. Eine gesunde Zeitkultur ist essenziell für uns alle.

Eine gesunde Abgrenzung von Arbeit und Freizeit ist wesentlich für die langfristige Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter*innen. Studien zeigen, dass 81 % der Beschäftigten in Österreich auch in der Freizeit erreichbar sind, was das Risiko für Schlafstörungen und Stress massiv erhöht. Wir fordern eine Zeitkultur, die den Feierabend, Erholungsurlaub, Krankenstand, etc. respektiert und Flexibilität nicht als Einbahnstraße versteht. Erholung ist eine Rechtspflicht, keine Gnade, und Voraussetzung für Kreativität und Produktivität. (Quelle: Deloitte Studie)

Mitbestimmung & Ideenbörse

Mitbestimmung & Ideenbörse

Wir möchten, dass Eure Stimmen gehört werden. Durch regelmäßige Treffen und Stammtische schaffen wir Raum für Eure Ideen und Sorgen, um sie direkt in den Betriebsrat zu tragen.

Mitarbeiter*innen sind die wahren Expert*innen für ihren Arbeitsplatz. Betriebliche Mitbestimmung erhöht nachweislich die Produktivität und Innovationskraft von Unternehmen (Produktivitätssteigerung um bis zu 30 %). Durch Formate wie Stammtische und eine Ideenbörse nutzen wir das kollektive Wissen der Belegschaft, um Arbeitsabläufe zu verbessern. Dies fördert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Identifikation mit der Universität, da sich Beschäftigte wirksam und gehört fühlen (Quelle: Fraunhofer Austria)

Transparenz der Betriebsratsarbeit

Transparenz der Betriebsratsarbeit

Schluss mit Geheimniskrämerei!

Wir berichten regelmäßig (z.B. per Newsletter) über unsere Tätigkeit, aktuelle Themen und Erfolge. Ihr sollt wissen, was Eure Vertretung eigentlich tut.

Vertrauen entsteht durch Transparenz. Nur wenn die Belegschaft weiß, was ihre Vertretung tut, kann sie diese unterstützen. Regelmäßige Berichte, Newsletter und offene Kommunikation über Erfolge und Herausforderungen beenden die „Geheimniskrämerei". Studien zeigen, dass das Vertrauen in Betriebsräte direkt mit der Frequenz und Qualität der Informationsweitergabe zusammenhängt. Wir machen unsere Arbeit sichtbar und nachvollziehbar, um die Legitimation der Vertretung zu stärken (Quelle: ÖGB Kommunikation 5.0)

Gleicher Lohn für gleiche Leistung

Gleicher Lohn für gleiche Leistung

Wir setzen uns konsequent für Gleichberechtigung ein. Das bedeutet: Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung und faire Chancen für alle Geschlechter an der PLUS.

Einkommensgerechtigkeit ist ein Grundrecht. Trotzdem verdienen Frauen in Österreich für jeden Euro eines Mannes im Schnitt noch immer deutlich weniger (Gender Pay Gap 18,4 %). Universitäten haben als öffentliche Institutionen eine Vorbildfunktion. Wir setzen uns für die strikte Anwendung diskriminierungsfreier Gehaltsmodelle, die Analyse der Einkommensberichte und die Schließung der Schere ein. Faire Chancen bedeuten, dass Leistung zählt, nicht das Geschlecht (Quelle: BMBWF).

Wiederbelebung der Gruppenversammlungen

Wiederbelebung der Gruppenversammlungen

Wir fordern, dass die gesetzlich vorgesehenen Gruppenversammlungen (2x jährlich) wieder abgehalten werden, damit Information und Austausch im großen Rahmen stattfinden können.

Direkte Demokratie im Betrieb ist gesetzlich verankert (§ 43 ArbVG). Gruppenversammlungen sind ein wichtiges Forum für Information und Austausch. Sie bieten der Belegschaft die Möglichkeit, Kritik zu äußern, und dem Betriebsrat das Mandat, diese durchzusetzen. Wir fordern die regelmäßige Abhaltung um dem „Elfenbeinturm" entgegenzuwirken und eine lebendige betriebliche Öffentlichkeit zu schaffen. Nur so bleibt die Vertretung geerdet und legitimiert. (Quelle: Arbeitsverfassungsgesetz)

Nachhaltigkeit an der Uni

Nachhaltigkeit an der Uni

Wir fordern einen ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Universität muss ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und aktiv an einer lebenswerten Zukunft arbeiten.

Universitäten müssen Vorreiter im Klimaschutz sein (Third Mission). Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen senkt Energiekosten und stärkt die Glaubwürdigkeit der Forschung. Wir fordern konkrete Maßnahmen wie energetische Sanierung, Förderung nachhaltiger Mobilität (höherer Jobticketzuschuss) und ökologische Beschaffung. Studien zeigen, dass Nachhaltigkeit für junge Mitarbeiter*innen ein entscheidendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl ist und die Identifikation mit der Institution erhöht. (Quelle: Allianz Nachhaltige Universitäten)

Stärkung der Kuriensprecher*innen

Stärkung der Kuriensprecher*innen

Wir lassen niemanden allein. Wir setzen auf gezielte Schulungen und Unterstützung für Kuriensprecher*innen, damit diese ihre Bereiche kompetent und selbstbewusst vertreten können.

Kuriensprecher*innen sind das Bindeglied zwischen den verschiedenen Gruppen an der Universität (Professor*innen, Mittelbau, Allgemeines Personal) und können auch die dezentralen Fachbereiche mit der zentralen Verwaltung der Universität verbinden. Sie tragen eine hohe Last in der akademischen Selbstverwaltung. Ohne gezielte Schulungen und Ressourcen sind sie dieser Belastung oft nicht gewachsen. Wir setzen auf Weiterbildung (zB Universitätsrecht, Arbeitsrecht, Konfliktmanagement) und Support-Strukturen, damit die Interessenvertretung in jedem Bereich kompetent und durchsetzungsstark agieren kann. (Quelle: Hans-Böckler-Stiftung)

Starke Netzwerke & Allianzen

Starke Netzwerke & Allianzen

Wir schauen über den Tellerrand. Durch Vernetzung mit externen Institutionen (AK, GÖD) und internen Gremien stärken wir unsere Position, um Eure Anliegen bestmöglich durchzusetzen.

Isolierte Betriebsräte sind schwache Betriebsräte. Durch die Vernetzung mit der Arbeiterkammer (AK), dem ÖGB und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) holen wir uns rechtliche Expertise und politische Durchschlagskraft ins Haus. Die Mitgliederzahlen des ÖGB stiegen 2023 massiv an (+100.000), was das Vertrauen in kollektive Lösungen beweist. Gemeinsam sind wir stärker als jeder Einzelkämpfer und können auch auf politischer Ebene für bessere Uni-Unterstützung kämpfen. (Quelle: ÖGB Mitgliederstatistik)

Wertschätzende Führungskultur

Wertschätzende Führungskultur

Wir setzen uns für ein wertschätzendes Arbeitsklima und faire Führungsstile ein. Dazu fordern wir konkrete Maßnahmen wie Führungskräfteschulungen und Leitfäden für Konfliktmanagement.

Schlechte Führung macht krank und kostet Geld. Der Gallup Engagement Index beziffert den volkswirtschaftlichen Schaden durch innere Kündigung in Deutschland auf bis zu 113 Mrd. Euro jährlich. Wir fordern eine Abkehr vom hierarchischen Führungsstil hin zu einer Kultur der Wertschätzung. Konkrete Führungskräfteschulungen sind notwendig, denn Führung ist eine Kompetenz, die erlernt werden muss. Wer Menschen führt, trägt Verantwortung für deren Gesundheit und Leistung. (Quelle: Gallup Engagement Index)